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Andermatt
Die Sage von der Teufelsbrücke:
Die Urschner wussten nicht, wie sie die wilde Reuss überwinden konnten. "Do sell doch der Tyfel e Brigg bue", rief der Landammann schliesslich verzweifelt. Kaum ausgesprochen, kam der Teufel tatsächlich und baute eine starke Brücke. Als Lohn forderte er "die erste Seele, welche die Brücke überschreitet". Doch ein schlauer Bauer jagte einen Geissbock über die Schlucht. Rasend vor Wut wollte der Teufel sein Werk wieder zerstören: Er holte aus dem Wassnerwald einen riesigen Felsbrocken. Doch ein Weiblein kritzelte ein Kreuz in den Stein. Darum landete der Brocken "nur" in der Nähe von Göschenen.
Der Teufel soll 1278 sein Werk errichtet haben.
Seit der Eröffnung der Schöllenenschlucht vor gut 800 Jahren haben zahlreiche Gäste das Tal besucht. Nicht immer freiwillig allerdings. 1799 kam es in der Schöllenen sogar zu einer blutigen Schlacht zwischen französischen und russischen Truppen. Daran erinnert noch heute das 1889 errichtete Russendenkmal bie der Teufelsbrücke.